Blinde Seite Röddenau

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Pferd "Meiko" hilft beim Naturschutzeinsatz

Tierische Hilfe bekamen wir beim Start unsere neuen Biotopprojektes "Blinde Seite" von Pferde "Meiko". Der Schwarzwälder Fuchs half uns bei der Einsaat einer Ackerfläche. Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme haben wir unterhalb des Trockenhangs, den wir in 2001 bereits entbuscht hatten, 1,4 Hektar Wiesen und Acker angekauft. Das Gebiet wurde seit Herbst 2003 naturnah gestaltet. Ende September säten wir eine Ackerfläche mit Gras und Klee ein. Dort sollen künftig viele bunte Wiesenblumen blühen. Nachdem "Meiko" von Heinz-Willi Bornscheuer den Boden mit der Egge aufgelockert hatte, gingen die "Sämänner" Jan, Daniel, Hendrik, Michael, Evgenij, Leander, Max, Moritz und Felix ans Werk. Feldarbeit wie anno dazumal - uns wurde bewusst, wie früher Landwirtschaft betrieben wurde. 

Für Pferd "Meiko" war es nicht der erste Naturschutzeinsatz, er half schon bei der Beseitigung von Büschen am Wacholderhang. Ende Oktober pflanzten wir am Rand der Ackerfläche 120 Heckensträucher, die im Laufe des Winters mit einer Benjes-Hecke aus Gestrüpp versehen wurde. Die Stadt Frankenberg fuhr uns rund 20 Lkws voll Heckenschnitt an. So finden bereits im ersten Jahr hier Rebhühner, Goldammer und andere Heckenbewohner Unterschlupf. Zur Gestaltung der Fläche sollen auch elf junge Apfel- und Zwetschgenbäume beitragen, die wir neu gepflanzt haben. Anfang April haben wir noch einen Weiden-Staudamm am Fritzbach gebaut, der über unsere Wiese fließt. Das Bachbett soll angehoben und damit eine Vernässung der Wiese eingeleitet werden. Leider führte der Bach erstmals seit mindestens zehn Jahren kein Wasser, was auf die Folgen des trockenen Sommers 2003 zurückzuführen ist. Die Wiesen werden künftig durch Heumahd und Schafbeweidung extensiv landwirtschaftlich genutzt, wobei auch die Pflege des Trockenrasen- und Wacholderhangs optimiert werden kann.

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© NABU/Naturschutzjugend Frankenberg