Fledermausfreundliches Haus



Mit der Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ will der NABU alle Hausbesitzer auszeichnen, die Fledermausquartiere an ihrem Gebäude schaffen oder erhalten. Petra Gatz berät bei Renovierungen und Neubauten und gibt Anregungen, wie man Fledermäusen ein geeignetes Quartier bieten kann. In Zusammenarbeit mit den NABU-Ortsgruppen und Fledermausfachleuten wird das Engagement der Hausbesitzer mit einer Plakette und Urkunde gewürdigt. Jeder, der in seinem Haus Fledermäuse beherbergt, kann sich beim NABU Hessen, Friedenstraße 26, 35578 Wetzlar, Telefon 06441/6790425, Mail: fledermaus@nabu-hessen.de bewerben. Den Fragebogen zur Aktion gibt es auch auf der Homepage des NABU Hessen. Die Aktion wird von der Stiftung Hessischer Naturschutz unterstützt.

Das erste „Fledermausfreundliche Haus“ Hessens wurde Ende April 2006 im Frankenberger Stadtteil Rengershausen ausgezeichnet. Umweltminister Wilhelm Dietzel und NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai überreichten die erste Plakette an die stolzen Hausbesitzer Oliver und Katja Kessler. Mit dabei waren Funk und Fernsehen. Das junge Ehepaar freut sich seit vier Jahren gemeinsam mit ihrer Tochter im Sommer über bis zu 200 Zwergfledermäuse, die in dem fünf Jahre alten Einfamilienhaus in der Nuhneaue leben. Zwischen Hauswand und Dachbalken finden sie in einem schmalen Spalt ihren Unterschlupf. In der Dämmerung fliegen die nur fünf Gramm schweren „Flattermänner“ aus dem Quartier aus, in den frühen Morgenstunden kehren die kleinen Säugetiere zurück. In der Nacht vertilgen sie viele Tausend Mücken rund um den Frankenberger Luftkurort. Oliver Kessler hatte uns das Quartier bereits vor zwei Jahren gemeldet, auch in einem Nachbarhaus sind die Zwergfledermäuse inzwischen eingezogen.

 

Bis heute (Stand: 25.04.2013) wurden im Landkreis Waldeck-Frankenberg 93 Fledermausfreundliche Häuser durch den NABU ausgezeichnet, davon 20 in der Stadt Frankenberg.

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